FOUNT2

Fliegendes Lokalisierungssystem für die Rettung und Bergung von Verschütteten

Projektbeschreibung / Motivation:

Das Ziel des hier vorgeschlagenen Projektes ist die Erforschung und Implementierung neuer Technologien, um Menschen nach dem Einsturz eines Gebäudes zu schützen und Rettungskräfte sicher und effizient zu den Opfern zu leiten.

 

In den technischen Arbeitspaketen wird dafür ein Ereignis-Management-System („Incident Management System“; IM) entwickelt, das in der Lage sein wird, eingeschlossene oder verschüttete Personen unter Trümmerteilen zu lokalisieren. Durch die Verwendung von unbemannten Flugobjekten (UAV) kann eine 3D-Karte des Katastrophenfeldes in Echtzeit erstellt werden, mit der die Einsatzkräfte einen Überblick über die Situation bekommen ohne sich beim Vordringen in Bereiche struktureller Instabilität in Gefahr zu bringen. Hierzu wird des Weiteren ein Konzept für die Flugsteuerung eines UAV zum Einsatz in Katastrophengebieten erarbeitet, welches einen hohen Grad an Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit aufweist.

 

Der physische Zustand der Verschütteten (Atmung, Herzschlag, Verletzungen der Brust) wird durch ein auf dem UAV integriertes bodendurchdringendes Radar-System (auch BioRadar genannt) ermittelt. Mittels Überflug und minimalen Lande-und Messzeiten wird so eine schnelle und sichere Bergung von Verschütteten ermöglicht.

 

Funktionsskizze:

Rolle des SappZ:

Das Sensorik-ApplikationsZentrum ist Experte für Sensorikauswertung. Neben Durchflussmessung und Gaskonzentrationsmessung ist die Sensorfusion und Sensorauswertung ein ständiges Thema. Zudem besitzt das Sensorik-ApplikationsZentrum Expertisen auf den Gebieten inertialer Navigationsalgorithmik, Positionsschätzung durch Sensorfusion und Realtime Kinematics (RTK) GPS. Seit einigen Jahren werden diese Forschungsschwerpunkte auf einer Quadrokopter-Sensorplattform für den Einsatz bei Feuerwehren und im Katastrophenschutz eingesetzt. Durch Übungen zusammen mit Feuerwehren sind bereits Erfahrungen im Umgang mit Flugrobotern bei Einsätzen vorhanden. Das Laboratory for Safe and Secure Systems (LAS3) der OTH-Regensburg sieht sich als Mediator zwischen Wissenschaft und Anwendung. Als Kenn-kompetenz werden Software-Architekturen in Automotive Embedded Systems hinsichtlich Leistung (Performance), funktionale Sicherheit (Safety), Datensicherheit (Security) und Ver-fügbarkeit (Availability) entwickelt und optimiert. Dabei stehen Design, Implementierung und Entwicklungsmethodiken im Fokus des LAS3.

Verbundpartner:

Industrie

  • MEDER CommTech GmbH
  • Reco Service Robert Schmidkonz
  • Contagt GmbH
  • HerSi Electronic Development GmbH & Co. KG

Forschungsinstitute

  • Institut für Mikrosystemtechnik, Lehrstuhl für Elektr. Mess-u. Prüfverfahren, Universität Freiburg
  • Institut für Informatik, Lehrstuhl für Autonome Intelligente Systeme, Universität Freiburg
  • SappZ -Sensorik-Applikationszentrum OTH-Regensburg
  • Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr TH-Köln

Assoziierte Partner / Endnutzer

  • Institut für Notfallmedizin der Berufsfeuerwehr Köln (IfN)
  • Deutscher Rettungshundeverein DRV e.V.
  • Feuerwehr und Katastrophenschutz